Erste öffentliche Projektpräsentation

Juli 2021

Mozart mit neuen Augen sehen

Regula Mühlemann, Thaddaeus Ropac, Gerfried Stocker und viele, viele mehr: Am 28. und 29. Juli 2021 gab es für zahlreiche geladene Gäste, aber auch für die Öffentlichkeit erstmals Gelegenheit, in einer umfassenden Projektpräsentation mit Ausstellung am Mirabellplatz 1 Einblicke in Arbeiten zu bekommen, die im Rahmen von Spot On MozART entstehen oder bereits entstanden sind.

Gezeigt wurden Screenings der Kurzfilme #beautiful von Hannes M. Schalle und Nachts von Claudia Lehmann und Konrad Hempel sowie ein Trailer zu einem Fulldome-Projekt, das in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien konzipiert wurde.

Im hinteren Bühnenbereich des Max Schlereth Saals konnten sich Besucher*innen zu einer Live-Performance von Mozarts KV15 durch magische Licht-Architekturen hindurchbewegen, die die Medienkünstlerin Conny Zenk unter dem Titel scanning dimensions live performte: „Mittels Nebelprojektion werden Wiederholungen, Referenzen und Überlagerungen sichtbar. Gleichzeitig spielt die Projektion im Raum mit sinnlicher Wahrnehmung, da die projizierten Lichtstrahlen direkt auf die Körper der Betrachter*innen treffen. Es handelt sich um eine ephemere, kaum greifbare, aber spürbare Lichtarchitektur, die ganz unterschiedlich auf das Publikum wirkt“, so Conny Zenk.

Die Galerie Das Zimmer wurde indes zur Premierenbühne einer ganz speziellen Produktion: Mittels VR-Brillen wurden Besucher*innen in dem Film VR MozART in den Hangar-7 versetzt, wo der Filmemacher Michael Gebendorfer (Beyond Frames) gemeinsam mit der Schweizer Opernsängerin Regula Mühlemann und einem kleinen Studierendenorchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Gernot Sahler die Arie „Geme la tortorella“ (KV 196) als 360°-Video produzieren ließ. „Als Ort der Bewegung und Begegnung ermöglichte der Hangar-7 die Transformation von Mozarts Musik aus dem klassischen Salzburg ins 21. Jahrhundert. Gerade der Kontrast bietet einen visuellen Ansatz zur Neuinterpretation der Musik“, so Michael Gebendorfer.

Selbst zu Dirigent*innen wurden die Besucher*innen beim interaktiven Musikerlebnis Mozart Contained! von Anna-Sophie Ofner im Kleinen Studio. Vier Lichtskulpturen repräsentierten die vier Stimmen des Dissonanzen-Quartetts (KV 465), das vom renommierten Hagen Quartett eingespielt wurde. Durch das Herantreten an die Skulpturen wurden jeweils Tonspuren aktiviert, die die einzelnen Stimmen des Quartetts zum Erklingen bringen.

Erste Einblicke in Projekte, die gerade im Entstehen sind, wurden auf Ausstellungstafeln in Projektplakaten, Bildern, Skizzen, Zeichnungen und Fotos gezeigt, darunter die Filme Idyll von Fanny Rösch, Ein weites Feld von Sophie Thammer und Lost in Dimensions von Róza Radnóti sowie die Projekte Die Farben von Salzburg von Alrun Pacher und Culturall Hotspots von Andreas Bernhofer, Michaela Schwarzbauer und Elisabeth Wieland.

Ein Scrapbook, das die Entstehung der einzelnen Projekte zeigt, ist als PDF abrufbar und kann jederzeit unter spotonmozart@moz.ac.at als Druckversion angefragt werden.

To be continued …

Copyright: Christian Schneider / Universität Mozarteum Salzburg